Gründung in Oberstein
1906 gründet Ernst Stein in Oberstein an der Nahe sein eigenes Haus. Im Handelsregister steht die Firma seit dem 18. Mai. Oberstein und das benachbarte Idar zählen damals zu den vier großen Schmuckzentren Deutschlands, neben Pforzheim, Hanau und Schwäbisch Gmünd: in Oberstein die metallverarbeitenden Betriebe für Bijouterie, in Idar die Edelsteinschleifer. Die junge Firma fertigt Manschettenknöpfe, Kragenknöpfe und Bijouterie und ist von Anfang an zweimal im Jahr auf der Leipziger Messe, Frühjahr und Herbst. Aus diesem Takt wird die Konstante der nächsten Jahrzehnte.1906 gründet Ernst Stein in Oberstein an der Nahe sein eigenes Haus. Im Handelsregister steht die Firma seit dem 18. Mai. Oberstein zählt damals zu den vier großen Schmuckzentren Deutschlands. Die junge Firma fertigt Manschettenknöpfe, Kragenknöpfe und Bijouterie und ist zweimal im Jahr auf der Leipziger Messe. Aus diesem Takt wird die Konstante der nächsten Jahrzehnte.
Mehr aus der Chronik
Die Obersteiner Schmuckindustrie arbeitet von jeher kaufmännisch straff: eigene Kalkulation, eigener Versand, ein ausgebauter Außendienst. Dazu ein ungeschriebenes Gesetz des Platzes: Was bestellt war, wurde abgenommen, auch wenn der eigene Auftrag storniert wurde. Verlässlichkeit war hier Geschäftsgrundlage, lange bevor sie in Verträgen stand.
Der Firmenname „Ernst Stein Wilh. Sohn“ ist ein Patronym: Ernst Stein, Wilhelms Sohn. In den dreißiger Jahren stellt die Firma im Leipziger Messehaus Specks Hof aus, dem Haus der Leder-, Galanterie- und Schmuckwaren — 1936 zum 60. Mal.
Die Obersteiner Schmuckindustrie arbeitet von jeher kaufmännisch straff: eigene Kalkulation, eigener Versand, ein ausgebauter Außendienst. Dazu ein ungeschriebenes Gesetz des Platzes: Was bestellt war, wurde abgenommen. Verlässlichkeit war hier Geschäftsgrundlage, lange bevor sie in Verträgen stand.


